Sonntag, 21. März 2010

Queenstown – Wanaka – Fox Glacier – Der Wohnwagen – Christchurch

KIA ORA,
hallo liebe Leute. Auch diesmal gibt es wieder so einiges zu erzählen. Die letzten Tage in Neuseeland sind angebrochen. Jetzt heißt es Abschied nehmen und sich auf die Heimreise vorbereiten. Vorher erzähle ich euch aber noch was in den vergangenen Tagen so alles passiert ist.

Familientreffen in Queenstown

Nachdem ich von meiner großen Wanderung, über die ich im letzten Eintrag geschrieben habe, zurückgekehrt bin, habe ich noch ein Wenig Queenstown genossen und auf meine Verwandtschaft gewartet. Am 11.3. war es dann soweit – Henri, Ines, Kati und Conny sind angereist und haben Queenstown unsicher gemacht. Der erste Abend war mit Motel beziehen und anschließenden Pub-Besuch mit mir vollbracht worden. Am nächsten Tag gingen wir zu einer Bootstour. Diese war ganz ok, wenn da nicht der sehr professionell wirkende Anfänger-Kapitän gewesen wäre. Zu Beginn hat er alle begrüßt und von seiner langen Bootsmann-Karriere erzählt. Danach duckerte er langsam los und erklärte die umliegenden Bezirke und Wohnungen. An einer Stelle hat er sogar seiner Frau Betty zugewunken  und ist ganz stolz an seinem Wohnsitz vorbeigefahren. Bis zu diesem Zeitpunkt war auch allen klar: “Der hat was drauf”.
Dann, nach einer Weile, fuhren wir zu einer Brücke um einige Fotos von den Remarkebles (Ski-Gebiet) zu machen. Dass das Boot anhielt, damit wir auch ja ruhige Bilder bekamen, war ja eine tolle Sache – nur das es dann nicht mehr weiter fuhr, war eine Andere.
Nach Minuten griff der Profi-Kaptain zum Handy. Jeder wunderte sich und ich lauschte mal ein wenig mit. Ich verstand gerade noch soviel wie ”stecken geblieben” und “rausziehen”. Danach war alles klar – wir saßen auf Grund. El Capitano hat uns die ganze Zeit schon erklärt, dass wir in einem Kanal unterwegs sind und es rechts und links davon nur hüfttief ist – aber ob er uns das auch unbedingt beweisen musste?!
Nun gut, das Jet-Boot war schnell an den alten Dampfer gehangen und hat uns kurzerhand herausgezogen. Das ist ja gerade so nochmal gut gegangen. Ertrunken wäre ja bestimmt keiner, das Wasser war ja nur hüfttief ;)

IMG_5564Urlaubsreif

IMG_5565Wär ich mal lieber am Ruder geblieben

IMG_5581Reisegruppe Hüfttief   

Nach dem aufregenden Erlebnis ging es ganz alpengemäß in die Gondel auf in ein Bergkaffee um eine schöne Aussicht über Queenstown und die Remarkables zu genießen. Dabei ließen wir uns einen tollen Kaffee munden bevor es anschließend an die Abfahrt ging.

IMG_5584Aussicht auf Queenstown vom Kaffee

Am nächsten Tag fuhren die drei lustigen Vier nach Milford Sound um ebenfalls eine Bootstour zu genießen. Ich hatte an diesem Tag Zeit um meine Sachen zu packen, denn am nächsten Tag sollte es ja bereits weiter in Richtung Wanaka gehen.
Vorher jedoch bekam ich wieder eine Weisheit mehr mit auf den Weg.

IMG_5560 Ja ne is klar – scheiß Evaluation

Nach dieser Einsicht wurde es Zeit zum leb wohl sagen.

IMG_5559Abschied aus Queenstown – leb wohl…

Wanaka und das geniale Kino

Den Lift nach Wanaka bekam ich von meiner Verwandten-Truppe höchst persönlich spendiert. Dort angekommen gab es noch einen Abschiedskaffee und die zum Abschied gehörende Zeremonie.

 

Ich bin danach vier Nächte in Wanaka geblieben. Dort ist es genauso schön wie in Queenstown, nur dass es dort weniger Touristen gibt.
Das Beste an Wanaka ist wohl das Kino. Ein derart geniales Kino hatte ich bisher noch nicht erlebt. Nicht nur, dass es die weltbesten Cookies, ganz frisch gebacken, gab, nein die Stühle wurden durch Sofas ersetzt und auch ein VW Käfer war drinnen. Wer sich dort platzierte dürfte ja wohl klar sein. Der erste Kinotag wurde mit Tom, einem englischen Kollegen, bestritten.

IMG_5599Tag 1 - Tom und ich

Der zweite Kinotag war ebenso schön wie der erste. Diesmal gingen zwei deutsche Staatsbürger mit. Eva und Jan suchten dann kurzerhand einen Film aus und hinein ging es. Als nach 10 Minuten immer noch kein Darsteller englisch sprach mussten wir mit guter Gewissheit feststellen, dass es sich wohl um einen schwedischen Film handelt. Immerhin gab es Untertitel. Man gewöhnt sich dann doch recht schnell daran.

IMG_5614Tag 2 – Eva, Ich, Jan

IMG_5601Kino auf der Couch

So flogen die Tage ins Land. Schließlich, an meinem letzten Abend im Wanaka, war St. Patricks Day. Ein Irischer Feiertag an dem alle Welt ins Pub geht und Feiert. Worum es dabei geht wusste zwar keiner. Hauptsache ins Pub. Ich bin auch mal los und habe etwas die Live-Musik genossen bevor es zurück ins Hostel zum knacken ginge.

Fox Glacier und das letzte Abenteuer

Den Lift nach Wanaka spendierte mit zunächst eine liebe Kiwi-Mutti. Diese brachte mich 10km aus Wanaka heraus. Danach pickten mich drei Israelis auf und beförderten mich das größte Stück bis 40km vor Fox Glacier. Auch von dort aus wurde innerhalb kürzester Zeit eine Mitfahrgelegenheit gefunden und ich unterhielt mich letztlich mit einem kanadischen Pärchen.
Ich Fox angekommen bezog ich mein Zimmer und ging joggen. Als ich zurückgekommen bin habe ich sofort das Büro von Fox Guiding Tours aufgesucht und mich nach der Ice Climbing Tour am nächsten Tag erkundigt – siehe da, ein Platz war noch frei.

Ice Climbing auf dem Fox Glacier

Ja also die Überschrift sagt es ja schon. Klettern auf einem Gletscher war angesagt. Am Morgen gegen 8Uhr trafen wir uns am Büro und bekamen Ausrüstung und einen Guide. Damit bewaffnet ging es per Bus zum Gletscher der zunächst erst einmal bestiegen werden musste. Dazu verwendeten wir einen Seitenweg durch den Wald bin auf einige hundert Meter Gletschertiefe.
Danach wurde die restliche Ausrüstung angelegt und es ging rauf aufs Eis.

IMG_5625Tipp: Frage niemals nach einem Pullover

IMG_5626Auf gehts

IMG_5629   Die hacken Stufen ins Eis für die Tagestouren der Anderen

IMG_5631Der riesige Fox Glacier

IMG_5635Ausrüstung anlegen, der Pullover kam runter

IMG_5643Und drauf aufs Eis

IMG_5653Was für eine Aussicht

Auf dem Eis angekommen war die erste Aufgabe das Erlernen einiger Tricks um auf dem Eis zu laufen. Danach übten wir an einer kleinen Wand das Steigen und machten und im Anschluss auf den Weg die erste Wand zum erklimmen zu suchen. Nach kurzer Suche war sie dann auch schon gefunden. Jono, unser Guide, hat sich auf den Weg nach oben gemacht um die Sicherung für das Seil zu befestigen, damit wir armen Kerlchen nicht herunter fallen. Unsere Truppe bestand aus vier Leuten und es gibt immer nur eine per Tag. Somit hatte ich auch noch Glück einen Platz bekommen zu haben.
Nachdem das Seil befestigt wurde ging es auch schon los. Einer sichert und der andere Klettert. Dabei gab es nützliche Tipps und Anweisungen.

IMG_5654Ich beim Sichern

IMG_5673
Und ich oben angekommen

Die erste Wand wurde von jedem zweimal durchgenommen bevor wir weiterzogen um die nächste Wand zu suchen.
Da sich der Gletscher unter ständiger Veränderung befindet, ist es nicht einfach für die Guides eine Stelle zu finden. Auch die Treppenstufen für die Tagestouren müssen jeden Tag neu geklopft werden.

IMG_5674Ein tolles Bild von Doreen geschossen

IMG_5687Auf dem Weg zur neuen Wand wurde das hier gesichtet

IMG_5688Einst ein Wasserkanal

IMG_5694 
Schräge Typen 2010

IMG_5695 
Hätte doch Model werden sollen ;) - ja ne is klar

IMG_5700Kriminalpolizistin Doreen

IMG_5705Jono der Guide

IMG_5706Musste sich vom Kater des Vorabends befreien

Aber wer sucht, der findet. So kam es, dass wir eine neue Wand zum besteigen gefunden haben. Auch dort hat Jono erst einmal die Sicherheit geprüft und ist ans Einschrauben der Seilhalterung gegangen. Nach getaner Arbeit ging es los.

IMG_5710Wenn man genau hinsieht – sieht aus wie Owen Wilson

IMG_5718So, neue Wand gefunden – los gehts

IMG_5720Der Anfang ist leicht

IMG_5723Doch oben haut es rein

Danach wurde zum letzten Mal gewechselt und eine recht schwierige Wand wurde als Gegner gekoren. Die Schwierigkeit bestand darin, dass sie in einer Eisspalte lag, leicht ihren Anfang fand und nach oben hin immer steiler bis zum Überhang tendierte.
Das zwang dann schließlich zwei von uns in die Flucht, so dass sie nicht oben angekommen sind. Ich und Chris, ein professioneller Kletterer hatten uns dann doch zum Oberen Todpunkt durchgekämpft. Das war ein Ritt…

IMG_5746Doreen an der letzten Wand

IMG_5757Ich am sichern

IMG_5763Dann gings los

IMG_5765Ab in die Spalte

IMG_5767Das war noch einfach

IMG_5771Bis der Aufstieg kam

IMG_5777Und los gehts

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Die Kraft schwindet

IMG_5787Mit letzter Kraft gings hoch

IMG_5789Geschafft….

IMG_5795Das Ende…

Ja so war das auf dem Gletscher. Nach ganzen 8 Std sind wir wieder zurück und haben uns unserer Kleidung entledigt. Danach war eine heiße Dusche angesagt, etwas essen und um 19Uhr bin ich ins Bett geplumst und erst am nächsten Tag aufgewacht.

Die letzte Fahrt nach Christchurch

Sooooooo, es ist soweit… Die letzte Fahrt mit fremden Leuten stand auf dem Programm. Wie das in Neuseeland immer so ist gab es natürlich wieder einige Erlebnisse bei dieser “letzten Fahrt”.

Am Morgen des 20.3. bin ich erst recht spät an die Straße.

IMG_5796Chch

Um genau zu sein, es war Mittag. Das wäre ja kein Problem gewesen, hätte ich an diesem Tag nicht meine längste Strecke vor mir gehabt (400km). So kam es, dass ich in Fox Glacier erst einmal feststellen musste, dass es ja wirklich nicht viele Autos an der Westküste gibt. Nach einer Std haben mich dann zwei nette deutsche Mädels mitgenommen und mit einen Lift nach Hokitika spendiert. Dort lud ich sie zum Kaffee ein und wir unterhielten uns eine lange Zeit. Nichteinmal die halbe Strecke hinter mir stand ich, von den Mädels abgesetzt, dann an der Abzweigung nach Christchurch (noch 250km vor mir habend) und es war 18Uhr. Getreu der Parole des Froschs im Storchenmaul “niemals aufgeben” habe ich fleißig meinen Daumen gen Himmel gehalten. Nach einer Weile hielt ein Kiwi an und beförderte mich zum nächsten Ort Kumara.

IMG_5801Der Unterschlupf in Kumara

Dort gab es einen Unterstellplatz, da es zu Regnen begonnen hatte. Dankbar verabschiedete ich mich und wartete wieder. Nach ein paar Gesprächen mit Ortsansässigen haben ich mir erst einmal eine Notunterkunft sichergestellt – für den Fall der Fälle. Dann kam eine Mutti und verkündete mir, dass sie morgen Früh nach Christchurch fahren um Futter für die Tiere zu kaufen. Ich kann die Nacht in einem Wohnwagen schlafen, den sie an Gäste verleihen. Sie selbst wohnen in einem Bus.
OK, das muss sich erst mal setzten…. überlege überlege… OK, ich bin dabei… Sie hat mich weitere 10km aus dem Ort befördert und mir ihren Wohnsitz gezeigt. Ich bedankte mich für das Angebot, wollte jedoch erst noch einmal an der Straßen den Daumen hoch halten. Sollte es nicht klappen, dann komme ich gerne auf das Angebot zurück.

IMG_5802Der letzte Versuch, aber es kam keiner

Nach einer weiteren Std und keinem Auto bin ich dann nach oben und habe mich angekündigt.
Sie zeigte mir mein Apartment und lud mich zum TV schauen ein. Den Abend verbrachte ich dann mit TV schauen und unterhalten. Dabei stellte sich heraus das es alternativ lebende Leute sind. Sie reisten 5 Jahre mit dem Bus durch Neuseeland, kauften dann das Land weit außerhalb von Kumara und verpflegen sich selbst. Das klappt anscheinend ganz gut.
Als ich zu Bett ging bearbeitete ich noch ein paar Kapitel meines Gefundenen Romans “Eragon” und haute mich aufs Ohr.

IMG_5807Im Camper

Gestern standen wir um hab 6 auf um nach Chch zu fahren. Unterwegs durchquerten wir wir noch den Ort Springfield (von den Simpsons) und gingen dann auf einen Wochenmarkt bevor ich in Chch abgesetzt wurde.

IMG_5811Was man so alles auf dem Markt bekommt

IMG_5815Dann war der Abschied da – byebye letzter Lift

Jetzt in Chch angekommen bereite ich mich seelisch und moralisch auf die Heimreise vor. Am Freitag ist es soweit und es geht nach Australien für zwei Wochen, dann an in die Heimat.

Liebe Grüße und bis bald (auch in real)…

IMG_5810Bye Bye

BeN

Dienstag, 9. März 2010

Oamaru – Dunedin - Te Anau - Milford Sound – Queenstown – River Surfing – Routeburn-Caples-Track - Queenstown

O, O, O… O dad wird lange,
wie ihr sehen könnt hat sich wiedermal einiges getan – und seit dem letzten Blog sind erst ein paar Tage vergangen. Im letzten Monat geht nochmal so Einiges.

Oamaru und der Pinguin

Zunächst ein paar Bilder von der Fahrt nach Oamaru.

IMG_5062Sommer, Sonne, Sonnenschein

IMG_5065Die Wasserkraft sorgt hier für den Strom

IMG_5070Uralte Maori-Felsenmalereien

IMG_5074Immer schön auf fliegende Schweine achten

Nun aber mal zu Oamaru. Es war eine recht schöne Stadt. Nicht wirklich viel los, aber gut zum Ansehen.

IMG_5076Schöne Gebäude gab es zu sehen

IMG_5078Man achte mal wieder auf das Wetter

Die einzige Unternehmung die ich dort getätigt habe war das beobachten von Pinguins.
Am Abend des 26.2. bin ich mit einer Engländerin vom Hostel zum Strand gelaufen. Dort gibt es zwei Kolonien von Pinguinen. Für die einen muss man ca. 20$ zahlen und die Anderen sind umsonst. Die Entscheidung war einfach und schnell gefällt. Gegen 18Uhr sind wir aufgebrochen und haben ca. zwei Std am Strand gewartet. Wir waren nicht die Einzigen die auf die kleinen Wesen gewartet haben. Eine ganze Herde Leute hatte sich eingefunden. Nach ca. 1 Std kam sogar ein bekanntes Pärchen, mit denen ich jetzt schon über eine Woche herumhänge, aus Israel vorbei.
Also das Resultat nach zwei Std warten war ernüchternd. Wir hatten einen Pinguin gesehen und sind letztendlich wegen Kälteeinbruch zurück ins Hostel. Vielleicht ist die kostenpflichtige Stelle doch besser. Hier nun ein paar Bilder von meinen Beobachtungen.

IMG_5082Gute Beschilderung

IMG_5084Die ultrafaulen Seehunde

IMG_5088Das ist er – der Pinguin

Die durchgeknallte Studentenstadt Dunedin

In Oamaru habe ich zwei Tage verbracht. Da ich im Supermarkt das dritte Mal auf die beiden Israelis gestoßen bin, die ich schon aus Mt. Cook und dem Pinguin-Beobachten kenne, haben wir gleich Nummern ausgetauscht und uns über die weitere Reiseroute unterhalten. Wie sich glücklicherweise herausstellte ist ihre Route so ziemlich identisch mit meiner, was mir gleich den nächsten Lift eingebracht hatte. Gesagt getan – am Morgen des 27.2. sind wie in Richtung Dunedin aufgebrochen. Unterwegs gab es neben einen Leuchtturm und einer Seehundekolonie noch merkwürdige Steine (Felsen) zu sehen.

IMG_5104Unterwegs mit Omer und Meital

IMG_5097Seehunde sind schön lustige Tierchen (und faul)

IMG_5103   Und Schafe gibt’s natürlich ohne Ende

IMG_5107Das sind die Steine

IMG_5108Es hat zwar eine Weile gedauert aber ich bin drauf gekommen

IMG_5111Die Steine lagen an einem tollen Strand

IMG_5112An dem es auch Rehe gab (von Allem eben etwas)

Diese merkwürdigen Steine sind alle von Mutter Natur selbst geformt. Ich könnte ja jetzt mal nachlesen warum das so ist, aber wofür gibt’s denn Google  (:einfach mal runde Steine eingeben :)

Als wir nach einer ganzen Weile im 100km entfernten Dunedin angekommen sind haben wir das Hostel gesucht und auch gefunden. Ja des is ja der Wahnsinn… Im Eingangsbereich wurde und auch gleich klar gemacht was hier Fakt ist.

IMG_5113Also immer schön Geschirr waschen

Dunedin hat so einiges zu bieten. Unter Anderem an diesem, unserem ersten Tag, tausende durchgeknallte Studenten. Die fuhren aus dem Auto heraushängend, herumschreiend, saufend, und tanzend durch die Stadt Auf unsere Frage “was denn los seie” bekamen wir die voll logische Antwort “Na am Montag geht die Uni wieder los”… Ja ne is klar…. Kommt ja auch nur einmal im Millennium vor. Studenten in Neuseeland…

Unseren ersten Abend haben wir ebenfalls damit verbracht zur steilsten bevölkerten Straße der Welt zu laufen. Sie ist im Guiness-Buch der Rekorde gelistet und ich kann bestätigen – sie ist echt steil…

IMG_5114Leider war es schon dunkel

IMG_5116Omer + Meital

Viel mehr ging nicht in Dunedin. Ich habe etwas das gemütliche Hostel ausgenutzt und relaxt. Das Zimmer war ein 4-Bett-Zimmer mit normalen Betten und mal keinen Doppelstockbetten. Unglaublich.

Te Anau und das unerwartete Treffen

Nach weiteren zwei Tagen in Dunedin brachen wir (immernoch mich Omer+Meital unterwegs) nach Te Anau auf. Das wiederum liegt an der Westküste, so dass wir den Boden der Südinsel durchqueren mussten. Diese Fahrt dauerte etwas länger, so dass wir nach 4 Std ankamen. Das Hostel war diesmal ehr ein Bungalow und von der Sache her nicht schlecht.

IMG_5119Von der Sache her… (was für ein Satz)

Die Aussicht auf Fiordland (übrigens die warscheinlich schönste Gegend in NZ) war abgesehen vom schlechten Wetter echt Sahne.

IMG_5122Der Blick aus dem Fenster

Wir liefen am Nachmittag etwas durch Te Anau um Infos einzuholen, was denn so zu tun seie. Als wir uns gerade auf den Weg machten um im Supermarkt etwas Essen zu kaufen kam dann die unerwartete Überraschung. Da stehen doch drei Leute vor mir die mir sehr bekannt vorkamen.

IMG_5120 Die drei lustigen Vier

Ich habe bereits im Vornherein erfahren, dass meine ehemaligen Klassenkameraden in NZ sind. Da man hier alle Leute fünf mal trifft, hatte ich mir gedacht, dass ich mich nicht melden muss, da man sich eh über den Weg läuft… Und siehe da… meine Rechnung ist aufgegangen. Hat’s mal wieder funktioniert.
Wir haben und einen schönen Abend in ihrem Hostel gemacht und über die bisherige Route geplaudert.
Wie das hier immer so funktioniert…

Milford Sound und der Regen

Da man Fiordland genz nahe erleben muss, sind wir am zweiten Tag zu einer Bootstour in das 119km entfernte Mildord Sound aufgebrochen.
Unterwegs gab es die erste Unterbrechung durch eine Schafherde für mich (uns). Von einer Sekunde zur anderen war auf einmal alles weiß und wir waren von springenden Schafen umgeben.

IMG_5126Da waren sie also, die 40.000.000  Schafe Neuseelands

Nach 1,5Std Fahrt sind wir angekommen und haben unserem Ausflug gebucht. Um 12Uhr war es soweit. Das Boot legte zur zweieinhalbstündigen (was für in Wort) Besichtigungstour ab.

IMG_5134Unser Dampfer

Leider hatte es auch an diesem Tag geregnet, weshalb die Sicht nicht besonderes herausragend war. Was jedoch um so besser ist, wenn es regnete… Die 1001 Wasserfälle. Überall läuft es wie aus Eimern von den Bergen. Normalerweise gibt es nur vier richtige, an diesem regnerischen Tag waren es aber an die 100. Das sah dann schon gut aus.

IMG_5137Milford Sound (Fiordland)

IMG_5139El Capitano (hielt uns immer auf dem Laufenden)

IMG_5142 

IMG_5151Wasserfälle was das Zeug hält

IMG_5159Der S-Fall

IMG_5156El Capitano hat uns ganz nahe ran gebracht

IMG_5164Die waren auch da

IMG_5179Einfach herrlich

IMG_5181Am Umkehrpunkt warteten unsere Fans

Ja so war das im schönen Milford Sound. Trotz Regen konnten wir die schöne Gegend genießen und getrost zurück ins Hostel fahren.

Queenstown und seine Aktivitäten

Am 3.3. mussten wir aber auch mal weiter. Nach zwei Nächten in Te Anau und keiner Besserung in Sicht, sind wir nach Queenstown, dem Queenstown, aufgebrochen. QT ist wohl der bekannteste Ort auf der Südinsel. Jetzt, da ich schon eine Weile hier bin, weiß ich auch warum. Es ist ein wahnsinnig schönes Städtchen mit einer unfassbaren Aussicht. Es ist etwas touristisch aber zu dieser Jahreszeit besser als im Hochsommer. Ja, auch in NZ geht es langsam auf das Ende des Sommers zu. Die Tage werden auch hier kürzer, wobei sie daheim wieder länger werden dürften. Ich hoffe ja mal, dass jemand die Heizung in Deutschland anschaltet, wenn ich wieder komme.
So sind wir also erst einmal nach Queenstown gefahren.

IMG_5206Und gaben ein, zwei Schafe gesehen ;)

IMG_5218Und sind auf einer tollen Straße gefahren

IMG_5219Und haben auf tollen Steinen gesessen

In QT angekommen wurde wiedermal, wie so oft, das Hostel bezogen und die Stadt erkundet.
Da Queenstown eine recht durchgeknallte Stadt ist und man hier so gut wie jede verrückte Sache machen kann, haben wir uns mal erkundigt was denn so ansteht. Neben Bungy-Jumping und Sky-Diving gab es noch Rafting und Jet-Boat und und und… Es gibt so viel Angebot, dass man irgendwann mal den Überblick verliert. Naja, Bungy und Sky-Dive fallen schonmal weg, da traue ich den Typen nicht. Am Ende vergessen sie noch das Seil fest zu binden und man wundert sich, wann es denn mal anhält ;) Nene du lass mal.
Ich habe mich zusammen mit Omer für River-Surfing entschieden…

Ab durch die Wellen – River Surfing 2010 “Ich war dabei”

River Surfing bedeutet, dass man ein Body-Board (etwas kürzer als ein Surfbrett) und damit auf einem Fluss schwimmt. Der Fluss, einer der bekanntesten hier, der Kawarau River, hat es ganzschön in sich. Neben einem recht starken mittleren Strom hat er recht große Rapids zu bieten. Das sind Stromschnellen mit mörderischen Wellen. Wenn man mit Auto über eine der Brücken des Kawarau Rivers fährt und die Strömungen so sieht, dann denkt man nicht wirklich daran, dass da jemand durchgeht. Bekleidet lediglich mit einem Neopren Schwimmanzug (das Wasser ist schließlich kalt), einem Bodyboard, Helm und Schwimmweste. Doch wir sind es, wie es die folgenden Bilder Zeigen.
Es war einfach herrlich. Die drei Guides haben und immer gut eingewiesen und sind ständig in sicherer Entfernung geschwommen um den Einen oder Anderen vorm ertrinken oder weggespült werden zu retten ;)
Es war doch anstrengender als erwartet. Da man 1,5Std in die Beine hauen muss was das Zeug hält, bekam der Eine oder Andere schon mal einen Krampf. Dumm nur, wenn es gerade in einer Strömung passierte wo man eigentlich strampeln sollte bis zum geht nicht mehr… Auch Omer hat es einmal erwischt. Wir hatten zunächst mit den Guides Halt gemacht und uns die nächste größte Strömung genau unter die Lupe genommen. Da sich nach dem etwa 20Meter langen Wellen-Abschnitt eine Abzweigung gab und die Strömung in den gefährlicheren rechten Fluss floss, musste man mit aller Kraft nach LINKS strampeln. Da es so essenziell war, haben wir es in jeder Sprache wiederholt (mehr zum Spaß). Es hat auch funktioniert, nur das es Omer nicht ganz so geschafft hat. Nachdem sein knie Bekanntschaft mit einem Felsen gemacht, war er kurz unaufmerksam und wurde in den rechten Fluss gezogen. Unser Oberguide, schnell wie der Fisch, war selbstverständlich an seiner Seite und ist mit ins Verderben gestürzt. Ich dachte schon, dass es jetzt das Ende wäre. Die sieht man wohl nicht wieder. Nach weiteren 10min sind wir weiter im Fluss geschwommen und mussten feststellen, dass der rechte Fluss wieder in unseren mündet. Lachend stand Omer und der Guide am Rande und haben auf uns gewartet. Das ging ja nochmal gut. Hier nun ein paar Bilder von unserem Erlebnis.

P3040002Auf ins Vergnügen

P3040004Noch lachen alle ;)

P3040006Letzte Einweisung

P3040009Nochmal lebend fotografieren

P3040010Schwimmübungen

P3040013Dann ging es erst einmal vor Felsen runter

P3040037Omer im Einsatz

P3040038Das mit dem drauf setzen hat nicht so geklappt

P3040040Unser Guide, gut zu wissen, dass auch er einen weg hat

P3040046Dann überlebten doch alle

Minus 5°C Bar

Am Abend des 4.3. wurde gleich noch einer drauf gesetzt.Wir sind in die Minus 5°C Bar aufgebrochen. Man zahlt einen unverschämten Preis und bekommt einen Coctail dazu. Insgesamt darf man 30Min in der Bar verweilen und muss dann wieder gehen. Auch der Bar-Mixer bekommt nur 30min Zeit. Dann ist Wechsel. Das Besondere an der Bar… Alles ist aus EIS. Bar, Theke, GLÄSER, wirklich alles. Hier die Bilder dazu…

Bilder folgen…

Routeburn-Caples-Track (die letzte Wanderung)

Wie hatten gerade mal eine Nacht um uns vom Wasserspektakel und der Minus 5°C Bar zu erholen, bevor wandern auf dem Plan stand. Am Morgen des 5.3. sind wir zusammen aufgebrochen um den Routeburn Track zu wandern. Da Omer-Meital noch nie in einer Hut geschlafen hatten und dies gerne mal tun wollten, haben wir uns den Routeburn Track als Opfer herausgesucht. Und siehe da. Die Wahl war gut.
Dieser Walk ist für mich der Schönste gewesen und ich bin froh, dass ich ihn gemacht habe. Zusammen sind wir zur ersten Hut gelaufen. Nach ca.2Std leichtem Berg auf sind wir an einem recht flachen Waldrand gelandet und haben unsere erste Hut erreicht. Der Abend wurde mit Karten spielen und unterhalten verbracht. Wir hatten Glück, die sonst ausgebuchten Huts waren an diesem Tag recht leer, was immer gut für einen gemütlichen Abend sorgt.

IMG_5225Meital-Omer noch voller Energie

 IMG_5233Flüsse, Flüsse und Wasserfälle

IMG_5236Und eine Toilette mitten im Wald

IMG_5241rüber geht’s über die wackelige Brücke

IMG_5246wunderschöne Gegend

IMG_5249Omer+Meital haben natürlich gleich Israelis getroffen

Da wir nur zwei Std gelaufen sind wollten wir noch etwas gehen. Vom Hut aus gibt es einen zweiten Weg in ein Tal. Den haben wir uns herausgepickt und in Angriff genommen. Nur war da dieser Fluss. Der wollte durchquert werden. Also runter mit den Schuhen und durch das kalte Nass…

IMG_5252 ARSCHKALT

IMG_5255ja ne ist kalt ne

IMG_5254Fotomontage – da sind die Schuhe noch dran

IMG_5264Der Feuermacher – hmmm gemütlich im Hut

IMG_5269Was’n da los

IMG_5271Der Abend im Hut

IMG_5265Und wieder ein schöner Sonnenuntergang

Der nächste Tag wurde um 7 Uhr angebrochen. Nach einem guten Frühstück ging es auf die Mission. Omer und Meital sind an diesem Tag nur bis auf den Gipfel des Routeburn Tracks gelaufen und von da aus wieder zurück. Sie haben nicht so viel Zeit und müssen ihre Reise weiter fortsetzen, was uns zum Abschied auf den Bergen gezwungen hatte.
Ich habe meine Reise weiter in Richtung Lake Howden Hut fortgesetzt und legte am Ende einen 10Std-Tag hin, was deutlich zu viel war, wie mir meine Beine signalisierten.

IMG_5273Am Morgen vor der Hut

IMG_5276Auf geht’s mit Sonnenschein

IMG_5278Auch schön

IMG_5281Riesen Schatten

IMG_5287Ein Tal in dem wir vor ein paar Std noch standen

IMG_5293Und Wasserfälle

IMG_5299Ich mag die Berge

IMG_5309Steine gibt’s hier

IMG_5310Wann der wohl runter geflogen ist

IMG_5311Die Aussicht wird immer besser

IMG_5323Das ist der Bergsattel mit Schutzhütte

IMG_5333Abschied in den Bergen

IMG_5339Von dem Bergkamm ging’s allein hoch auf den Gipfel

IMG_5335Mit herrlicher Sicht auf Fiord-Land und die Tasman Sea

IMG_5348Echt unbeschreiblich schön

IMG_5350Die Anstrengungen lohnen sich doch immer wieder

IMG_5354Wer hoch will muss auch wieder runter

IMG_5355Der Aufstieg war echt hart

    IMG_5358Das war das gewisse etwas extra… Deshalb auch 10Std

IMG_5361Dann ging es berg ab Richtung Howden Hut

IMG_5383Vorbei am Lake McKenzie

IMG_5388Mit schönem Himmel

IMG_5394Die Beschilderung ist echt Sahne

IMG_5397Wasserfall mit 174m

IMG_5400Endlich angekommen

IMG_5401Schönes Bild am Abend

IMG_5402Einweisung und nützliche Infos vom Hut Warden

Nach einer ebenso ruhigen zweiten Nacht bin ich vom Routeburn Track zum Caples Track aufgebrochen. Dieser Track ist an den Routeburn angebunden und bietet eine gute Kombination für Leute die noch nicht genug haben.

IMG_5406Am zweiten Morgen

IMG_5410Deutsch-Versuche des Hut Wardens an der Wintertoilette

IMG_5411Das Wetter hat echt gepasst

IMG_5413Berge soweit das Auge reicht

IMG_5414

IMG_5415Was ist das weiße Zeug da in den Büschen

IMG_5416Ahaaaaa…

Und dann ist es passiert. Zu Beginn des Caples stand eine Flussüberquerung auf dem Plan. Also runter mit den Schuhe und durch den Sumpf. Es war wirklich ein Sumpf, das merkte ich nach meinem dritten Schritt bei dem mein komplettes linkes Bein in Sumpf steckte. Das war krass. Aber ich konnte mich befreien und den Track fortsetzen. Was für ein Glück.

IMG_5417Der Fluss

IMG_5418Oben angekommen wurde ganz brav ein Stein dazu gelegt

IMG_5419Und die Aussicht genossen

IMG_5423Und weiter geht’s berg ab

IMG_5425

IMG_5426Sonne, Sonne und Sonne

IMG_5428Von jetzt an ging es nur noch berg ab

IMG_5430Mit schönen Bildern am Morgen

IMG_5432Und Bäumen mit Gesäß

IMG_5441Und echt verrückten Brücken

IMG_5442Der Caples River

IMG_5452Zwischenstopp in der Upper Caples Hut

IMG_5458Ein Fluss X

IMG_5462Der Rest des Caples war ehr flach

IMG_5467Mit seltsamen Bäumen

IMG_5470Auch am dritten Tag standen 8 Std auf dem Plan

IMG_5474Endlich angekommen

IMG_5476Schuhe lüften nicht vergessen

IMG_5477Karten spielen am Abend

Der vierte und letzt Morgen meiner Wanderung war ebenfalls ein sonnenreicher Morgen und Tag. So muss das sein.

IMG_5478Der letzte Morgen

IMG_5481Fast wie zu Hause

IMG_5495Bye Bye Caples River

Als ich am Autoparkplatz angekommen bin hatte ich zunächst mal Rast gemacht. Ich hatte diesmal kein Transportmittel und wartete erst mal auf eine eventuelle Möglichkeit. In der Zeit lernte ich auch meinen kleinen Freund den Vogel kennen. Er war sowas von neugierig, dass es bis auf wenige Zentimeter herankam und ständig an meinem Rucksack herumgehackt hat. Was für ein Typ.

IMG_5500Klaus

IMG_5501Ihm schmeckte mein Rucksack

IMG_5502Was gugst du

IMG_5503Da ist aber einer neugierig

IMG_5513Oh du schönes Neuseeland

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IMG_5515Warten auf den nächsten Lift nach QT

IMG_5517Transportmittel für Farmer in Neuseeland

IMG_5523Tolles Spiegelbild – nicht wahr

Ich bin dann doch weiter Richtung nächsten Ort gelaufen und habe schließlich einen Lift bis nach QT bekommen.
Am Abend wurden sofort die Schuhe weggeschmissen und mit dem Wandern abgeschlossen. Schön war’s…

IMG_5528Weg mit denen

Den Caples habe ich in zwei Tagen abgelaufen und bin vorgestern wieder in QT gelandet.

Am Abend in Queenstown war nur relaxen am Wasser abgesagt. Dort haben zwei Straßenmusiker eine wahnsinnige Show geliefert. Sie spielten mit Gitarre und Geige ein gutes Lied nach dem anderen. Unter Anderem spielten Sie Hotel California von den Eagles , Let it Be usw. Ich glaube sie spielten für 4Std ohne Pause. Das war das Beste an Straßenmusik, was ich bisher zu Ohren bekommen habe.

IMG_5536Echt Sahne

Und dann habe ich noch etwas auf dem Nachhauseweg im Schaufenster gelernt…

IMG_5546Wie man einen Kiwi zubereitet

IMG_5547Warum man im Leben so viele schwere Entscheidungen hat

IMG_5548Und das ich doch alles richtig gemacht habe ;)

Mit diesen Weisheiten verabschiede ich mich ganz herzlich von meinen treuen Bloglesern und weise nochmals auf das Fische füttern hin. Je mehr ihr die Fische füttert, desto schneller öffnet sich der Blog das nächste mal. Es vergrößert im Hintergrund euren Cache und der Computer wird schneller.

Also immer schön fleißig füttern und liebe Grüße an ALLE!!!!

BeN